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1.9.2010

Es ist soweit: Am 16. September 2010
startet die donumenta 2010 - Ungarn.

Das internationale und hoch angesehene Festival aktueller Kunst und Kultur aus den Donauländern präsentiert in diesem Jahr rund 100 ungarische Künstlerinnen und Künstler, die in den Sparten Bildende Kunst, Performance, Film, Theater, Tanz, Literatur und Wissenschaft zeitgenössische Themen aufgreifen.

Die Kunstausstellung der donumenta 2010 - Ungarn trägt den Titel Liberation Formula. und ist die bislang umfassendste Schau zeitgenössischer Kunst aus Ungarn in Deutschland. Die donumenta präsentiert die Ausstellung in Kooperation mit Museen, Galerien und Kirchen an sieben verschiedenen Ausstellungsorten in Regensburg - Notieren Sie sich die Termine für den Eröffnungsmarathon:

Mit einem öffentlichen Festakt wird die donumenta 2010 am Donnerstag, 16. September um 19.30 Uhr in Regensburg in der Minoritenkirche eröffnet. Am selben Abend folgen um 21.00 Uhr die Premiere der Raum einnehmenden Installation "Temporary Ressurection" von Balázc Kicsiny in der Minoritenkirche sowie um 21.30 Uhr die feierliche Eröffnung der Ausstellung Liberation Formula. in der Städtischen Galerie "Leerer Beutel". Nach Vernissagen in der Dominikanerkirche am Freitag, den 17. September 2010 um 14.00 Uhr und in der Galerie ArtAffair am darauf folgenden Abend um 19.00 Uhr findet schließlich am Sonntag, den 19. September 2010 um 11.00 Uhr die Eröffnung von Liberation Formula. im Kunstforum Ostdeutsche Galerie statt.

donumenta 2010

1.7.2010

LIBERATION FORMULA.

Der Grundwert der Freiheit gibt künstlerisch, gesellschaftlich und politisch das zentrale Thema der diesjährigen donumenta 2010 vor. Jetzt steht das Veranstaltungsrogramm: Unter dem Titel „Liberation Formula.“

„Die Formel für die Freiheit“ erstreckt sich ab 16. September 2010 bis 6. November 2010 eine hochkarätige Kunstausstellung über sechs Museen, Galerien und mehrere andere Orte in Regensburg. Knapp 30 junge im Boot mit bereits national und international avancierten ungarischen KünstlerInnenn raunen, verdichten, erzählen, konfrontieren und verarbeiten in ihren Werken, was sie ästhetisch und politisch bewegt.

Ergänzt um 15 Konzerte, Lesungen, Vorträge, eine Filmwoche, in der täglich zwei Filme aus Ungarn gezeigt werden, und Tanz- und Theatergastspiele in Kooperation mit regionalen Kulturveranstaltern und Instituten, verwandelt die donumenta 2010 Regensburg so für die Dauer von sechs Wochen in eine vitale Plattform, auf der sich herausragende Kunst und Ästhetik mit ihren BeobachterInnen trifft.

Feierlich eröffnet wird die donumenta 2010 am Donnerstag, 16. September um 19.30 Uhr in Regensburg in der Minoritenkirche. Das ausführliche Programm gibt es hier:

[Programm donumenta 2010]

 

14.5.2010

Die donumenta 2010 hat begonnen. Die ersten Künstlerinnen und Künstler aus dem diesjährigen Gastland Ungarn sind in der Oberpfalz angekommen.
Attila Csörgö, international herausragender Avantegarde-Künstler,
und die renommierte Zeichnerin Kamilla Szij sind bis Ende Mai Stipendiaten des Internationalen Künstlerhauses Schwandorf – und haben vor wenigen Tagen für einen kurzen Moment die Türen zu ihren Ateliers geöffnet.
Csörgö vertritt einen strengen, strategischen Ansatz in seiner
weltweit gefragten Kunst. Charmant erzählt der 45-jährige von neuen Multiples, die er wahrscheinlich in die Regensburger Ausstellungen fließen lassen wird. Er wird sie in den folgenden
Wochen mittels einer von ihm entwickelten Spezialkamera entstehen lassen. Seine kinetischen Skulpturen, Installationen und Fotografien verblüfften dabei bisher als Choreografien des Augenblicks. Gleichzeitig forderten sie auf, in die tiefe geistig-philosophische
Auseinandersetzung des Künstlers mit Raum und Zeit einzutreten. „Ich will hinter die Grenzen unser traditionellen Vorstellung von Wirklichkeit und andere Ordnungen zeigen“, erläuterte Attila Csörgö. „Die Bedeutung seiner Werke liegt nicht im Objekt, sondern darin, was wir sehen“, erläuterte Regina Hellwig-Schmid vor Ort.

Kamilla Szij: Im offenen Prozess
Ein System etabliert auch die Zeichnerin Kamilla Szij in ihren Werken. Ausgehend von der Technik der Radierung sucht sich seit vielen Jahren erfolgreich nach einem performativen Ansatz, der den Prozess des Zeichnens von traditionellen Werk- und Schöpfervorstellungen löst. Bekannt wurde sie für ihre dicht mit dem Bleistift bearbeiteten Großformate und Rollbücher, die bewegte Ströme, Kurven und Massenbildungen sichtbar machen. Während ihres Stipendiums experimentiert die 53-Jährige mit Reihungen und Entwicklungen fester abstrakter Formen in beständiger Wiederholung. „Das sind offene Prozesse, die sehr spannend sind.
Was macht ein System von Zeichen auf dem Papier, das ich nach vorher festgelegten Regeln fortsetze? – Es löst sich auf oder führt scheinbar ins Chaos“, berichtet die still wirkende Künstlerin, die zwischen 1983 und 1986 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studierte. Das Ergebnis ihres aktuellen künstlerischen Forschungsprozesses wird ebenfalls Teil der Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie sein.

Balazs Kicziny: dicht komponierte räumliche Anordnungen
Balazs Kicziny zählt derzeit zu den Aufsehen erregenden zeitgenössischen Künstlern aus Ungarn. Er schafft lebensgroße Settings und Konstellationen aus Figuren, die bewegungslos in einer dicht komponierten räumlichen Anordnung zueinander ein Bündel an Emotionen und Eindrücken hervorrufen. Der Künstler, Dozent und Autor, der seit 2008 Mitglied der Ungarischen Akademie der Künste ist, wird erstmals die Minoritenkirche für die donumenta 2010 erobern.

2.5.2010

Denker, Forscher und Tüftler - Arbeit im und mit dem Grenzbereich von Kunst, Bewegung und Wissenschaft.

Eine hell strahlende, filigrane Kugel aus Licht schwebend vor schwarzem Hintergrund. In der Mitte ein gleißendes auf sich selbst verweisendes Zentrum. „Spherical Vortex“ –„Kugelförmiger
Wirbel“ nennt der ungarische Avantgarde-Künstler Attila Csörgö die kinetische Konstruktion: eine optische Täuschung. 1999 ließ er sie erstmals aus drei unterschiedlich schnell rotierenden Lichtquellen entstehen. Ihr Abbild, Darstellung eines unendlich wirkenden
Moments des scheinbaren Stillstands, ist seitdem zu einer Art Signatur des international beachteten Werks Csörgös geworden. Als ersten Künstler hat Regina Hellwig-Schmid den 1965 geborenen ungarischen Künstler zu Beginn des Jahres für die Kunstausstellungen
der donumenta 2010 –Ungarn gewonnen. Hellwig-Schmid: „Csörgö markiert einen künstlerischen Horizont, der signifikant ist für ein aktuelles Denken ungarischer Künstler: nämlich die Arbeit im und mit dem Grenzbereich von Kunst, Bewegung und Wissenschaft. Wie ein Denker und ein Ingenieur befragt und entwickelt er Phänomene in ihrem Verhältnis zu Raum und Zeit und experimentiert dabei mit Stillstand, Bewegung und Beschleunigung. Wissenschaftliches Experiment und Alltagserfahrung verbinden sich bei ihm auf faszinierende Art und Weise“. Attila Csörgö wurde 2008 mit dem wichtigsten deutschen Medienkunstpreis, dem Nam Paik Award
ausgezeichnet. Das Ludwig Museum – Museum für zeitgenössische Kunst in Budapest widmet Attila Csörgö nach seinem Beitrag für
die Ausstellung der donumenta 2010 im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (19.9. bis 31.10.2010) im Spätherbst 2010 eine Einzelausstellung.

donumenta 2010 präsentiert aktuelles Kulturschaffen Ungarns in Regensburg vom 16. September bis 31. Oktober 2010.

Das ausführliche Programm finden Sie ab Juli 2010 hier auf der Website unter [Programm].

 

Attila Csörgö 'Spherical Vortex'
Photo: Attila Csörgö